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Fibromyalgie Leitlinien Kritik: Blinder Fleck Stoffwechsel? Mein Weg mit PSMF und stabilem Blutzucker

Hallo an alle, die diesen Kampf kennen,

Wenn man die Fibromyalgie-Diagnose erhält, bekommt man oft auch die aktuellen Behandlungsleitlinien auf den Tisch gelegt. Diese Leitlinien sind wichtig, aber sie führen bei vielen von uns zu enormer Frustration – und das aus einem sehr guten Grund.

1. Der Fokus, der oft ins Leere läuft

Was empfehlen die aktuellen nationalen und internationalen Leitlinien in der Regel?

  • Bewegungstherapie: Regelmäßige, moderate Bewegung (was bei starken Schüben unmöglich scheint).

  • Psychotherapie: Kognitive Verhaltenstherapie (sehr wichtig für den Umgang mit chronischem Schmerz, aber sie behebt nicht die Ursache).

  • Medikamente: Trizyklische Antidepressiva oder bestimmte Antikonvulsiva (die oft massive Nebenwirkungen verursachen und die Schmerzen gar nicht oder nur leicht dämpfen).

Das Problem dabei: Diese Ansätze behandeln primär die Symptome und die psychische Belastung – sie sehen Fibromyalgie als ein zentrales Schmerzverarbeitungsproblem. Und das mag sie auch sein, aber...

2. Der große blinde Fleck: Entzündung und Metabolismus

Was diese Leitlinien meistens komplett ignorieren, ist das, was uns in der Praxis am meisten quält:

  • Der Entzündungsherd: Die Frage, was die systemische Entzündungsneigung (die durch Autoimmunprozesse, Darmschäden oder chronische Infekte ausgelöst wird) befeuert.

  • Der Stoffwechsel-Kollaps: Das Problem des instabilen Blutzuckers und der Insulinresistenz.

Genau an diesem Punkt setzt meine persönliche Erfahrung an – und die Erfahrungsberichte anderer Patienten geben mir den Rückhalt um dafür immer und immer wieder zu kämpfen.

📉 Mein persönlicher Beweis (Der Blutzucker-Schock)


Fibromyalgie Blutzucker Stabilität PSMF – Durchschnittliche Glukosewerte 78 mg/dL im entzündungsfreien Zustand.
Stabile Glukosewerte (78 mg/dL im Durchschnitt) nach Umstellung: Der Beweis für das beruhigte Nervensystem.]

Ich selbst hatte jahrelang massivste Schmerzen begleitet von tiefer Erschöpfung, während mein Arzt immer sagte: "Ihre Blutwerte sind okay, der Langzeitzucker ist normal."

Mit der Umstellung auf eine extrem kohlenhydratreduzierte, stark kalorienreduzierte und entzündungshemmende Ernährung (PSMF) und der Messung durch einen Glukosesensor, zudem der morgentlicher Blick auf meinen Schlaftracker bestätigt mir die Wahrheit:

Extreme Spitzen: Mein Blutzucker schoss nach Kohlenhydraten in die Höhe und fiel dann schlagartig in den extremen Unterzucker (nachts bis zu 4–5 Mal). Natürlich sieht man dies im Langzeitzucker nicht, denn der Körper reguliert sehr schnell mit massivem Cortisol und Adrenalinauswurf.

Die Konsequenz: Jeder dieser Abstürze führte bei mir zu massiven Schmerz- und Erschöpfungsschüben, die direkt meine Fibro-Symptome befeuerten.




Indem ich den Blutzucker durch die Ernährung stabilisiert habe, ist die Entzündung und Schmerzreaktion in meinem Körper so weit gesunken, dass mein aktueller Blutzucker-Management-Indikator (GMI) bei sensationellen 5,1 liegt – ein Wert, der perfekte metabolische Gesundheit belegt.

3. Der ökonomische Grund für die Ignoranz

Wir reden hier nicht von neuer Raketentechnologie! Im Gegenteil:

Im gängigen System wird einem Diabetiker (ich bin offiziell keiner) oft nahegelegt, weiterhin das zu essen, was ihn krank gemacht hat – man spritzt eben täglich Insulin, dann "passt es schon". Die damit verbundenen massiven Folgeerkrankungen an Augen, Gefäßen und Herz werden dabei als Kollateralschaden in Kauf genommen.

Die proteinsparende modifizierte Diät (PSMF) wird seit Jahrzehnten erfolgreich bei starkem Übergewicht, Adipositas und Fettleber sowie zur schnellen Verbesserung metabolischer Marker eingesetzt. Sie ist keine Geheimwissenschaft – sie wird bereits in vielen spezialisierten Kliniken, insbesondere zur Remission von Typ-2-Diabetes, erfolgreich angewandt.

Das eigentliche Problem hat mehrere Hürden:

  1. Die Arzt-Hürde: Ärzte haben schlichtweg keine Zeit und werden nicht dafür bezahlt, einen Patienten in komplexen Ernährungsfragen zu schulen. Es fehlt die Struktur für diese Art von zeitaufwendiger, präventiver Beratung.

  2. Die Patienten-Hürde: Eine radikale Ernährungsumstellung wirkt oft zu langwierig und zu schwierig. Sie erfordert, dass der Patient sich nicht nur körperlich, sondern auch geistig bewegt – er muss sich aktiv mit seiner Krankheit auseinandersetzen und die Verantwortung übernehmen.

Ein System, das auf der Behandlung von Symptomen basiert, hat ein eingebautes Interesse daran, dass Patienten Patienten bleiben. Ein Patient, der durch Ernährung in Remission ist und keine Medikamente mehr braucht, ist für das System schlicht keine Einnahmequelle mehr.

Deshalb müssen wir selbst aktiv werden und uns dieses Wissen aneignen.

🔑 Fazit: Hört auf euren Bauch (und euren Stoffwechsel!)

Wenn die gängigen Leitlinien bei euch nicht funktionieren, fühlt euch nicht als Versager.

Es ist oft nicht der Umgang mit dem Schmerz, der fehlt, sondern die Behandlung der stoffwechselbedingten Ursache.

Die Leitlinien sind ein Rahmen, aber sie ersetzen nicht die individuelle Detektivarbeit. Wenn ihr euren Blutzucker stabilisiert, die Entzündungen dämpft und euren Darm heilt, habt ihr einen Weg gefunden, der im offiziellen Handbuch noch nicht die erste Seite ziert, aber vielen von uns das Leben zurückgibt. Ich sage nicht, dass allen damit geholfen ist. Aber mal ganz ehrlich - was habt ihr zu verlieren?

Wie sind eure Erfahrungen mit den Leitlinien? Teilt eure Gedanken unten!

Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag dient der persönlichen Erfahrung und Information und stellt keine ärztliche Beratung oder Therapieempfehlung dar. Die Verantwortung für alle Entscheidungen bezüglich Ernährung, Gesundheit oder medizinischer Behandlung liegt allein bei jedem Einzelnen. Bitte konsultiere bei gesundheitlichen Problemen immer einen Arzt oder Therapeuten Ihres Vertrauens.



Ich bin für Sie da!

Gerne teile ich meine Erfahrungen und unterstütze dich auf deinen Weg zu mehr Stabilität. Hast du Fragen zu meinem persönlichen Weg oder brauchst du Unterstützung? Kontaktiere mich gerne über dieses Formular: KONTAKTFORMULAR

 
 
 

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