Unheilbar vs. Symptomfrei: Der Unterschied, den dir dein Arzt (noch) nicht erklärt
- Sandra Ritter | KraftStaub

- 7. Dez. 2025
- 3 Min. Lesezeit

"Ihre Fibromyalgie ist unheilbar. Finden Sie sich damit ab."
Dieser Satz ist für viele, die mit Fibromyalgie, CFS/ME oder anderen chronischen Erschöpfungszuständen kämpfen, der schlimmste Moment der Diagnose. Er ist wie ein Gefängnis ohne Aussicht auf Bewährung.
Sobald die Worte "unheilbar" oder "chronisch" fallen, hören viele auf zu kämpfen. Sie akzeptieren Schmerz, Erschöpfung und Brain Fog als ihr festes Schicksal.
Heute müssen wir die Waffen der Resignation ablegen und das Wort "Unheilbar" neu definieren.
Was "Unheilbar" offiziell bedeutet
Wenn ein Arzt sagt, eine chronische Erkrankung sei unheilbar, meint er:
"Wir haben in der Akutmedizin keine einzelne Pille oder Operation, die die Ursache für immer entfernt, sodass wir davon ausgehen, dass es derzeit unheilbar ist"
Das ist die ärztliche Definition von Heilung im Sinne des pharmakologischen Modells: Ein Problem – Eine Lösung (eine Pille). Da chronische Energiekrankheiten ein multisystemisches Problem sind (z.B. Neuro-Entzündung, Mitochondrien-Schwäche), laufen die klassischen Behandlungsansätze ins Leere.
Das Systemversagen: Warum die Biochemie fehlt
Warum wird dann nicht auf das Naheliegendste – den Stoffwechsel – geschaut?
Das Ausbildungsproblem: Ärzte werden exzellent in akuter Medizin ausgebildet. Die komplexe Ernährungsphysiologie und die Auswirkungen von Nährstoffen auf die Mitochondrien sind kein Kernbestandteil der klassischen Ausbildung.
Das Zeitproblem: Ein Hausarzt hat 5–7 Minuten pro Patient. Eine metabolische Analyse, die Änderung von Gewohnheiten und die Erklärung komplexer Zusammenhänge brauchen Stunden.
Das Pharmamodell: Forschung zielt auf patentierbare Moleküle, die Symptome unterdrücken. Ein Ernährungsprotokoll, das B12, Omega-3 und Fettstoffwechsel nutzt, ist nicht patentierbar und daher für das Forschungs- und Geschäftsmodell der Industrie uninteressant.
Wenn ein Arzt sagt: "Da kann man nichts machen", meint er oft: "Ich kenne kein Medikament dafür und meine Ausbildung sieht keine anderen Lösungen vor."
Die Ökonomie des Leidens: Wer an der Chronifizierung verdient
Wir müssen uns fragen, warum das System die einfache biochemische Lösung (Ernährung und Nährstoffe) ignoriert, wenn die Symptome so klar mit dem Stoffwechsel zusammenhängen. Die Antwort ist nüchtern, aber notwendig: Geld.
Der finanzielle Anreiz des gesamten Gesundheitssystems ist auf chronisches Management ausgerichtet, nicht auf Heilung oder Remission:
Die Pharmaindustrie verdient Milliarden an der Dauertherapie von Symptomen. Ein Patient, der jahrzehntelang Schmerzmittel, Antidepressiva, Schlafmittel oder Medikamente gegen Nervenschmerzen einnimmt, ist ein perfekter, stabiler Umsatzträger. Eine metabolische Umstellung, die diese Medikamente überflüssig macht, würde diese Einnahmequelle sofort versiegen lassen.
Die therapeutische Szene (Physiotherapeuten, Schmerzzentren, wiederkehrende Facharztbesuche) ist auf die stetige Verwaltung des Zustands ausgelegt. Eine vollständige Remission, erreicht durch eine einmalige Ernährungsumstellung, beendet den Zyklus der wiederkehrenden Rechnungen und Termine.
Die unbequeme Wahrheit ist: Ein Patient, der lernt, seine Symptome durch unpatentierbare Mittel (Ernährung und einfache Ergänzungen) zu kontrollieren, ist ökonomisch uninteressant. Das System hat einen klaren Anreiz, dich in der "Unheilbar"-Schleife zu halten.
Die Stille Pandemie: Der Preis der industriellen Nahrung
Wir müssen uns eine unbequeme Wahrheit eingestehen: Der Anstieg der chronischen Energieverlust-Erkrankungen ist kein Zufall.
Wer sich umschaut, sieht, dass Fibromyalgie, CFS/ME und die Autoimmunerkrankungen in den letzten 40 Jahren explodiert sind. Dies geht Hand in Hand mit einem anderen dramatischen Anstieg: Der Fallzahlen von Diabetes Typ 2.
Die Brücke, die diese scheinbar unterschiedlichen Krankheiten verbindet, ist die Insulinresistenz und chronische Entzündung.
Unsere "unheilbaren" Erkrankungen sind die neurologische Spätfolge eines kranken Stoffwechsels. Die Nahrungsmittelindustrie nutzt billige Kohlenhydrate und versteckten Zucker, um Produkte süchtiger und haltbarer zu machen. Diese ständigen Insulinspitzen führen zu chronischer Entzündung.
Es ist kein Zufall, dass dein Körper bei dieser industriellen Ernährung aufgibt. Es ist die logische Konsequenz.
Aber: Remission ist möglich (Das schlafende Biest)
Das Ziel ist nicht, die Krankheit zu heilen, sondern sie symptomfrei zu machen. Dafür gibt es das Wort Remission.
In der Remission ist die Krankheit noch in deiner Hardware (den Genen), aber sie schläft.
Du bist nicht geheilt, aber du bist gesund.
Dein Vulkan ist noch da, aber er bricht nicht mehr aus.
Epigenetik: Der Lichtschalter
Wir nutzen die Biochemie, um die Betriebsbedingungen so zu korrigieren, dass die Krankheit keinen Nährboden mehr findet:
Die Energie-Krise lösen: Die Mitochondrien bei Fibro/CFS laufen oft ineffizient. Wir stellen den Treibstoff um auf Ketone (Fettstoffwechsel). Das ist ein sauberer, effizienter Treibstoff, der das Nervensystem schützt.
Neuro-Entzündung stoppen: Wir entfernen die Entzündungs-Treiber (Zucker, Getreide) und liefern gezielt Löschschaum (Omega-3, B-Vitamine).
Wir ändern die Veranlagung nicht. Aber wir entscheiden, ob wir den Lichtschalter auf "AN" (Schmerz/Erschöpfung) oder "AUS" (Remission/Klarheit) stellen.
Fazit: Dein Körper, deine Verantwortung
Lass dir von niemandem einreden, dass "unheilbar" bedeutet, dass du dein Leben lang leiden musst. Das Wort "unheilbar" ist eine Beschreibung des Systemversagens der Akutmedizin, nicht das Ende deiner Möglichkeiten.
Du kannst die Veranlagung nicht ändern. Aber du kannst entscheiden, ob du sie fütterst – oder ob du lernst, den Schalter umzulegen.
Höre auf, die Symptome zu verwalten. Beginne, die Biochemie zu beherrschen. Sandra | KraftStaub
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