Der Neopren-Effekt: Warum Gewebswasser dich steif (und dick) macht
- Sandra Ritter | KraftStaub

- 6. Dez. 2025
- 3 Min. Lesezeit

Kennst du dieses Gefühl am Morgen? Du wachst auf, deine Finger sind steif, die Augenlider geschwollen und dein ganzer Körper fühlt sich an, als würdest du einen Neoprenanzug tragen, der zwei Nummern zu klein ist. Du fühlst dich unbeweglich, „teigig“ und schwer.
Die meisten denken sofort: „Oh Gott, ich habe zugenommen.“ Aber Fett wächst nicht über Nacht. Was du fühlst, ist keine Gewichtszunahme. Es ist eine hydraulische Überlastung.
In diesem Artikel schauen wir uns den unsichtbaren Feind in deinem Bindegewebe an: Das pathologische Gewebswasser. Und warum eine radikale Ernährungsumstellung (wie die PSMF) oft effektiver gegen Schmerzen wirkt als jede Massage.
Faszien: Dein innerer Anzug
Stell dir deine Faszien vor wie einen Ganzkörper-Anzug aus einem spinnwebenartigen Netz. Es umhüllt jeden Muskel, jeden Nerv und jedes Organ in deinem Körper. In einem gesunden Zustand ist dieses Netz feucht, geschmeidig und gleitfähig. Deine Muskeln gleiten aneinander vorbei wie geölte Maschinenteile.
Aber was passiert, wenn wir dieses System fluten?
Wenn das Gewebe „absäuft“
Durch unsere moderne Ernährung (viel Zucker, Weizen, Salz, verarbeitete Lebensmittel) und chronischen Stress (Cortisol) entsteht in deinem Körper eine permanente, unterschwellige Entzündung (Silent Inflammation).
Die biochemische Reaktion darauf ist simpel: Wassereinlagerung. Dein Körper speichert Wasser im Zwischenzellraum, um die Entzündung zu „verdünnen“. Zusätzlich bindet jedes Gramm Kohlenhydrat, das du isst und als Glykogen speicherst, ca. 3 bis 4 Gramm Wasser.
Das physikalische Problem: Wasser lässt sich nicht komprimieren. Wenn sich Wasser in deinem Faszien-Netz ansammelt, steigt der sogenannte hydrostatische Druck. Stell dir einen Gartenschlauch vor, der kurz vor dem Platzen ist. Er ist hart, unbeweglich und steht unter Spannung.
Genau das passiert in deinem Rücken, deinen Beinen und deinem Nacken:
Druck auf die Nerven: In den Faszien sitzen mehr Schmerzrezeptoren als in der Haut. Der hohe Wasserdruck feuert permanent Schmerzsignale ans Gehirn.
Steifigkeit: Die Gleitfähigkeit geht verloren. Du fühlst dich „eingerostet“.
Optik: Du wirkst aufgedunsen („Puffy Face“), die Muskeldefinition geht verloren.
Die Lösung: PSMF als „Biochemische Lymphdrainage“
Du kannst zur Lymphdrainage gehen. Das hilft für 24 Stunden. Dann füllt sich der Speicher wieder, sobald du weiter Zucker und Entzündungstreiber isst. Oder wir drehen den Wasserhahn einfach zu.
Hier kommt die PSMF (Protein Sparing Modified Fasting) ins Spiel. Indem wir bei dieser Methode Kohlenhydrate fast komplett streichen und nur funktionale Nahrung zuführen, passiert biochemisch Folgendes:
Der Insulin-Drop: Insulin signalisiert den Nieren: „Halt Salz und Wasser fest!“ Wenn wir das Insulin durch die PSMF senken, bekommen die Nieren das Signal: „Wasserhahn auf!“
Glykogen-Entleerung: Wir leeren die Zuckerspeicher in Leber und Muskeln. Damit fließen automatisch literweise gebundenes Wasser aus dem Körper ab.
Entzündungs-Stopp: Keine entzündlichen Lebensmittel = keine Notwendigkeit für den Körper, Wasser zum „Puffern“ einzulagern.
Der „Whoosh-Effekt“ (Tag 3 bis 5)
Meine Klienten erleben oft an Tag 3 oder 4 den sogenannten „Whoosh-Effekt“. Plötzlich musst du sehr oft zur Toilette. Über Nacht verlierst du oft 1 bis 2 Kilo auf der Waage. Nein, das ist noch kein Fett. Das ist der Druck, der aus dem Kessel entweicht.
Das Ergebnis ist oft schockierend (im positiven Sinn):
Der Ehering rutscht wieder locker am Finger.
Die Knöchel sind wieder sichtbar.
Und das Wichtigste: Der diffuse Schmerz im ganzen Körper lässt nach. Der „zu enge Neoprenanzug“ wird plötzlich weit und bequem. Du kannst dich wieder frei bewegen.
Fazit: Mach den Druckausgleich
Wenn du dich steif, schwer und schmerzhaft fühlst, ist dein erster Gedanke vielleicht: „Ich muss mich mehr dehnen.“ Vielleicht musst du dich aber einfach nur entwässern. Nicht mit Tabletten, sondern indem du deinem Körper den Grund nimmst, das Wasser festzuhalten.
Die PSMF ist der schnellste Weg, um den Druck aus deinem Fasziensystem abzulassen und deine „echte“ Form wiederzufinden.
Möchtest du wissen, wie viel „echtes“ Fett und wie viel „Wasserbalast“ du mit dir herumträgst?
Lass uns deine kurz deine Situation analysieren. Schreib mir eine Nachricht unter Hier geht´s zum Kontaktformular Liebe Grüße Sandra | KraftStaub
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